Wasser - wertvolles, kostbares, lebenswichtiges Nass

Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 18. Mai 2011 - 21:07 Uhr MESZ

 

 

Wasser: Vernachlässigtes Gut

Der Wasserkreislauf

Wasser verdunstet aus den Weltmeeren, aus dem Boden, aus Seen, Bächen und Flüssen, aus Pflanzen und Blumen, es wird verdunstet von Tieren und Menschen bzw. durch Feuer und Erwärmen. Das Wasser steigt als Wasserdampf in die Troposphäre auf, dort gerät der Wasserdampf in kältere Luftschichten, es setzt Kondensation ein, es bilden sich Wolken. Diese bringen unter bestimmten Voraussetzungen Regen, der als Regentropfen, als Schneeflocke, Graupel, oder als Hagel wieder zu Boden fällt. Das Regen- und Schmelzwasser sammelt sich in Rinnsalen, Bächen, Flüssen, Strömen und wird wieder in die Meere geleitet. Etwa ein Drittel des Niederschlages verdunstet wieder sofort, ein Drittel wird von der Vegetation aufgesogen und der Kreislauf ist geschlossen.

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3 Aggregatzustände

flüssig, fest (Eis und oder Schnee), gasförmig (Wasserdampf, Nebel, Wolken)

Der Siedepunkt liegt bei normalem Druck bei 100 Grad Celsius, der Gefrierpunkt bei normalem Druck und Süßwasser (Leitungswasser = Süßwasser) bei 0 Grad Celsius. Wasser hat bei +4 Grad Celsius seine größte Dichte, kühlt es weiter ab dehnt es sich aus. Gefriert Wasser dehnt es sich stark aus, verliert an Dichte und wird leichter (schwimmende Eiswürfel, Eisschollen, Eisberge).

Wasser. Die bekannte Formel (wie wir sie alle in der Schule gelernt haben) ist H2O, aber ist Wasser in unserer heutigen Gesellschaft lebensnotwendig?

 

Es ist ja irgendwie so, wie die Made im Speck: Sie kümmert sich nicht und frisst und frisst - denn es ist ja genug da. Viele Menschen denken heutzutage ähnlich, wenn es ums Wasser geht. Solche Begriffe wie "Lebensquell Wasser", "Wasser ist lebensnotwenig" oder "Ohne Wasser kann man nicht leben bzw. überleben" sind heutzutage ja in unseren Breiten total aus der Mode gekommen. Hier in Europa ist es einfach viel zu selbstverständlich geworden, dass das Wasser einfach so, wann immer man es benötigt in jeder gewünschten Menge und Temperatur einfach so aus dem Wasserhahn kommt. Wasserhahn? Nein! heute sagt man ja Armatur dazu. "Aus einem Hahn kommt ja nichts Gutes". Wasser wird in den meisten Fällen doch nur noch als notweniges Übel angesehen, die Exkremente das Klo hinunter zu spülen und das Geschirr abzuwaschen. An "lebensnotweniges Nass" denken da die Wenigsten.

 

Doch wo kommt denn die Limonade, die Cola, der Kaffee, der Tee her? Huch! Klar aus dem Wasserhahn. Ja und wenn doch mal ein Leitungsbruch ist und kein Wasser aus der Leitung kommt und dann? Ach ja, dann geht man ja einfach in den nächsten Laden um die Ecke und kauft sich ein paar Liter Mineralwasser. Mineralwasser ist doch unbegrenzt (manche Menschen baden ja sogar darin). Ja aber Mineralwasser? Wo kommt das denn her? "Egal" werden viele sagen - "hauptsache es ist da". Aber so einfach ist auch das nicht.

Mineralwasser wird meist aus alten Quellen gewonnen. Aus tiefen Quellen. Quellen, die vor hunderten und tausenden Jahren noch nichts von Ölpesten, Grundwasserverunreinigungen, Müllhalden, Ölschlamm, saurem Regen gewusst haben. Aber das wird ja nicht so bleiben. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis der ganze Dreck den wir produzieren auch irgendwann mal in die Quellen einsickert. Und dann ist Schluss mit lustig.

Aufwendige teure Verfahren müssen her, damit Mineralwasser noch einigermaßen trinkbar gemacht werden kann. Ja und unser Trinkwasser? Unser Badewasser? Das Wasser für Kaffee, Spülmaschine, das Wasser zum Duschen, Zähne putzen, Schwimmen? Dem wird es nicht anders ergehen. Bereits heutzutage muss ein großer Aufwand betrieben werden, damit Wasser in der gewohnten Güte und Menge aus den Armaturen Deutscher und europäischer Haushalte fließen kann. Und der Aufwand steigt, denn die Umweltverschmutzung nimmt weiter zu und der Wasserverbrauch ebenso!

 

Es auch nicht immer der grüne englische Rasen sein, den man stolz selbst in sehr trockenen Jahren seinen Gästen und Nachbarn zu präsentieren wünscht. Rasensprengen ist purer Luxus. Verschwenderischer kann man mit Trinkwasser gar nicht umgehen. Trockenes Wetter ist Natur. Wieso also der Natur nicht einfach mal den freien Lauf lassen und eben auch mal einen trockenen, braunen Rasen zulassen?

 

Es gibt schier unendliche Möglichkeiten im Alltag Trinkwasser einzusparen. Man muss es einfach nur tun!

(Text von Andreas Wagner - wird noch weiter ausgeführt)

Zahlen Zahlen Zahlen rund ums Wasser und aus aller Welt

(aus dem Internet und versch. Printmedien)

- Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt in Deutschland bei etwa 127 Litern am Tag. 1990 sind es im Durchschnitt 144 Liter pro Tag gewesen. Sachsen hatte übrigens mit nur 88 Litern den geringsten Pro-Kopf-Verbrauch (1996).

- Über 70% der Erde sind mit Wasser bedeckt und auch der menschliche Körper besteht zu 70% aus Wasser. Laut Wikipedia wurden 1991 in Deutschland rund 6,5 Milliarden Kubikmeter für die Trinkwasserversorgung benötigt.

- Quelle Wikipedia: Die Wasservorkommen der Erde belaufen sich auf circa 1,386 Milliarden Kubikkilometer, wovon allein 1,338 Milliarden Kubikkilometer (96,5 %) auf das Salzwasser der Weltmeere entfallen, die durchschnittlich rd. 3730 m tief sind.

- Nur 48 Millionen Kubikkilometer (3,5 %) des irdischen Wassers liegen als Süßwasser vor. Das mit 24,4 Millionen Kubikkilometern (1,77 %) meiste Süßwasser ist dabei als Eis an den Polen, Gletschern und Dauerfrostböden gebunden und somit nicht der Nutzung zugänglich. Einen weiteren wichtigen Anteil macht das Grundwasser mit 23,4 Millionen Kubikkilometern aus. Das Wasser der Fließgewässer und Binnenseen (190.000 km³), der Atmosphäre (13.000 km³), des Bodens (16.500 km³) und der Lebewesen (1.100 km³) ist im Vergleich rein mengenmäßig recht unbedeutend. Dabei ist jedoch nur ein geringer Teil des Süßwassers auch als Trinkwasser verfügbar. Insgesamt liegen 98,233 % des Wassers in flüssiger, 1,766 % in fester und 0,001 % in gasförmiger Form vor.

- Flüsse die schiffbar sind (Güterverkehr) ca. 5500 Kilometer

- Der längste Fluss bzw. Strom Deutschland: die Donau mit 2852 km, Rhein 1320 km, Elbe 1165 km, Oder 866 km.

- Längster Fluss/Strom der Erde: Der Nil ist der längste Strom mit etwa 6670 km, gefolgt vom Amazonas, welcher bis zu 6387 km lang sein soll.

- Kaspische See/Kaspisches Meer 423300 km² (1025 Meter tief), Kasachstan, Russland, Iran,

- Lake Superior 82382 km² (406 Meter tief) USA/Kanada,

- Victoriasee, Uganda/Kenia 68800 km²  (85 Meter tief),

- 63800 km² Aral-See, Asien (68 Meter tief),

- 59573 km² Lake Huron, USA/Kanada (229 Meter tief),

- 57994 km² Lake Michigan, USA (281 Meter tief),

- Zweittiefster See der Erde: Mit einer Fläche von 32880 km² der Tanganikasee, Afrika (1470 Meter tief und gilt als der zweittiefste See der Erde.
- Tiefster See der Erde ist der Baikalsee, Zentralasien/Sibirien. Er ist mit bis zu 1837 Metern der tiefste See der Erde und beinhaltet aufgrund seiner Tiefe bei einer Oberfläche von 31.490km² die größte Süßwassermenge aller Seen dieser Erde.

- Höchster Wasserfall der Erde ist der Salto Angel-Fall (You Tube-Video) in Venezuela mit 978 Metern und der Tugela-Fall in Südafrika mit 948m

- Regenreichster Ort der Erde ist Cherrapunjee in Indien mit rund 11931 Litern pro Quadratmetern. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt (vom Bergland abgesehen) die durchschnittliche Jahresmenge gebietsweise etwa 500 bis 800 Liter pro Quadratmeter.

 

Die 5 größten Seen Deutschlands

- Bodensee  (Bayern, Alpenvorland) Fläche 538,5 km², Tiefe 252 m, Volumen 48 500 Mio. m³

- Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) 110 km², Tiefe 31 m, Volumen 662 Mio. m³

- Chiemsee (Bayern, Alpenvorland) 82 km², Tiefe 72 m, Volumen 2132 Mio. m³

- Schweriner See (Mecklenburg-Vorpommern) 60,6 km², Tiefe 51 m, Volumen 787 Mio. m³

- Starnberger See (Bayern, Alpenvorland) 57,2 km², Tiefe 128 m, 3089 Mio. m³

 

Weiterführende Links zum Thema

 

Harzwasserwerke pro Kopf-Verbrauch

oder mit Google und Wikipedia mit gewünschtem Suchwort, denn Wasser ist in aller Munde!

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