Wasser - kostbares Gut: SPARTIPPS!

Letzte Aktualisierung: Freitag, 04. September 2009 - 12:58 Uhr MESZ


Wasserverbrauch

Der sogenannte "Pro-Kopf-Verbrauch" liegt nach Angaben der Harzwasserkraftwerke derzeit in Deutschland bei durchschnittlich 133 Liter pro Tag. Damit nimmt der Verbrauch durch steigendes Umweltbewusstsein weiter langsam ab. Dennoch sind 133 Liter pro Kopf sehr viel und wenn man sich vorstellt was eine 4köpfige Familie so an Wasser verbrauchen kann, dann ist das schon eine beachtliche Menge von rund einem halben Kubikmeter.

Doch Wasser ist teuer. Und das hat seinen Grund, denn aufwendige Verfahren werden benötigt um Wasser in Trinkwasser aufzubereiten. Es ist nicht üblich auf der Welt, dass Wasser in so reiner Qualität (Trinkwasser eben) so aus dem Hahn strömt. Wann immer wir es brauchen - wir haben es. Selbst in sehr trockenen Sommern wie 2003 bestand keine Versorgungsgefährdung, von ganz wenigen Ausnahmen in einigen kleinen Orten einmal abgesehen. Auch wenn immer genug Trinkwasser bereit steht, sollte man angesichts der hohen Kosten die jeder Haushalt aufwenden muss, ständig bemüht sein sparsam und sinnvoll mit dem Wasser umzugehen.

Einspartipps

Garten / Balkon

  1. Eine der sicherlich größten Verschwendung von Trinkwasser findet in so manchem Hausgarten oder Balkon statt. Sicherlich ist etwas Grün und und sind blühende Pflanzen schön und verschönern den Wohn- und Gartenbereich, und dass soll auch jeder haben. Dennoch werden häufig große Fehler beim bewässern der Pflanzen und des Rasens gemacht: Wässern Sie ausschließlich in der Zeit nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang, denn zuviel Wasser verdunstet in der wärmsten Tageszeit (13 bis 17 Uhr) und bei der stärksten Sonneneinstrahlung. In Beeten sollten kleine Mulden um die Pflanzen angelegt sein (Gießmulden), damit das Wasser nicht von der Pflanze oberirdisch abfließen kann. Das Wasser muss an der Pflanze in den Boden. Sicherlich ist ein schöner grüner Rasen toll, begehrenswert und ansehnlich, dennoch ist die Verwendung von Trinkwasser großer Luxus um den Rasen zu sprengen. Auch hier gilt: Nach Sonnenuntergang wässern, damit die Verdunstung möglichst klein ist und das Wasser bis zum Sonnenaufgang genügend Zeit bekommt, in den Boden einzudringen und dort von den Wurzeln aufgenommen werden kann. Besser ist es natürlich den Rasen so zu lassen wie er eben ist: Ist es trocken, wird der Rasen zwar gelb oder braun, aber deswegen geht er nicht ein. Nach den nächsten ausgiebigen Regenfällen wird es bestimmt wieder saftig grün. Rasen nicht in der Sonne mähen. Hier können die Schnittstellen der Grashalme verbrennen, was unansehnlich wird und außerdem verliert der Boden dann extrem viel Wasser durch die Schnittstelle an jedem einzelnen Grashalm.

  2. Schauen sie Wetterberichte und Wettervorhersagen. Die sind schon sehr gut heutzutage, auch wenn dies noch nicht jeder einsehen möchte. Natürlich kommt es bei der Ankündigung von Schauern und Gewittern nicht überall zu einem Regenguss, doch wenn Regen für ihren Ort angekündigt ist, sollten sie nicht trotzdem vorher wässern. Es gibt im Internet und im Fernsehen sehr gute Wetterberichte und sogar kostenlos kann das Regenradar angesehen werden, wo sie sehen, ob Regen auf ihren Ort zuzieht oder nicht. Hier sei ihnen das Wetterportal bei wetter.info ans Herz gelegt. Dort finden sie alles, was eine gute Vorhersage auszeichnet. Von Daten und Tabellen bis hin zu den Vorhersagevideos vom Kachelmann-Team. Es gibt auch eine Telefonische Wetterberatung unter der kostenpflichtigen Hotline der Meteomedia GmbH (Jörg Kachelmann) Für Deutschland:  Telefon 0900 / 10 10 11 11    für 1,99 Euro/Min.  Für die Schweiz:  Telefon 0900 / 57 64 50   für 3,30 CHF/Min.

Optimal:

  1. Regenwasser zum Gießen verwenden oder Gebrauchswasser aus dem Haushalt. Warum z.B. das Wasser zum Eier abschrecken in den Ausguss gießen? Das kann durchaus weiterverwendet werden zum Gießen oder zum Zähne putzen, oder für den Gartentisch abzuwaschen. (Stichwort Mehrfachverwendung)

  2. Den Rasen gar nicht bewässern. Überlassen sie ihn der Natur. Die wird's schon richten.

 

 

Haushalt

  1. Die größte Verschwendung findet in den Badezimmern statt. Duschen verbraucht nur ein Drittel dessen an Wasser, als wenn man die Badewanne volllaufen lässt. Außerdem wird natürlich auch dreimal soviel Strom aufgewendet bei einer Badewannenfüllung. In der Regel fasst eine Badewanne 100 bis 150 Liter Wasser, beim duschen werden nur 30 bis 50 Liter verbraucht.

  2. Beim einseifen und während des Zähneputzens bzw. Waschens Wasser ausdrehen und nicht durchlaufen lassen bis die Ohren sauber sind.

  3. Tropfende Wasserhähne oder leckende Toilettenspüler sind pure Verschwendung, ja fahrlässige Verschwendung von teurem (Ihr Geldbeutel!) Trinkwasser.

  4. Toilettenspülung: In der Regel gibt es die Spartaste, die den Wasserabfluss stoppt. Herkömmliche Druckspüler mit Kästen kann man sogar einstellen, damit sie sich nur beispielsweise zu 2/3 füllen. Diese Wassermenge reicht durchaus für eine normale Toilettenspülung aus.

  5. Den Geschirrspüler richtig ausnutzen und immer ganz voll machen, damit sich der Waschvorgang rentiert. Das gleiche gilt für die Waschmaschine. Auch hier die Trommel möglichst (den Angaben des Herstellers entsprechend) voll mit Wäsche füllen, damit mehrmalige Waschprozeduren wegfallen.

  6. Mehrfachverwendung: Wer Salat wäscht, kann mit diesem Wasser auch die Balkonkästen wässern oder die Zimmerpflanzen. Auch das Wasser zum Eier abschrecken, kann ebenso dafür weiterverwendet werden.

  7. Weitere Tipps und Tricks finden Sie sicherlich auf den jeweiligen Internetportalen ihrer Stadtwerke.


Links

Unwetterzentrale: Starkregenwarnungen

Unwetterzentrale Lagebericht

Wetterportal wetter.info mit Niederschlagsradar

Wettervorhersagevideos

Wetterwarnungen per SMS, eMail, Fax: Versicherungskammer Bayern   oder Provinzial Versicherung

Unwetterzentrale Schweiz

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